Fessel mich

SM Tipps für Anfänger

Auch wenn es nicht viele Menschen offen zugeben: SM gehört in den heimischen Schlafzimmern längst zum Vergnügen erwachsener Menschen miteinander. Die Verkaufszahlen für entsprechendes Spielzeug belegen eindrücklich, dass diese vermeintlich etwas anrüchige sexuelle Spielweise längst keine Nische mehr ist, sondern die breiten Massen zu begeistern weiß. Haben Sie bei SM-Szenen in Büchern oder Filmen auch schon einmal Neugier und Lust verspürt, etwas Ähnliches, wie das gesehene, auszuprobieren? Sicher haben sich dabei schon viele selbst erwischt! Obwohl heutzutage beim Sex vieles möglich ist, was früher noch tabu war, wollen viele Menschen beim Thema “SM” nicht als “pervers” abgestempelt werden. Dabei können Sie sich sicher sein: Ihre Arbeitskollegin, Ihr Nachbar oder Ihr Steuerberater haben möglicherweise auch ab und zu Sex mit SM-Anteilen – und daran ist absolut nichts Verwerfliches, wenn es zwischen erwachsenen Sexualpartnern im Einverständnis geschieht. Trauen Sie sich, mit Ihrem Partner darüber zu sprechen, wenn Sie SM-Spiele ausprobieren möchten. Vielleicht werden Sie sogar überrascht sein, dass Ihr Partner möglicherweise selbst schon lange ähnliche Gedanken gehegt hat und sich gescheut hat, offen mit Ihnen darüber zu sprechen.
BDSM Paar

SM ist nicht gleich Schmerz

Wenn Sie beim Thema SM oder um genau zu sein BDSM noch unerfahren sind, werden Sie vielleicht gängigen Klischees folgend an Bilder von Auspeitschungen und Ganzkörper-Latexanzügen denken. Oder womöglich auch an das Bild einer Domina, die einen in die Jahre gekommenen Manager auf peinliche Art und Weise an seine Grenzen führt. Das greift aber viel zu kurz, denn schließlich lassen sich unter dem Schlagwort “SM” zbw. “BDSM” eine fast unermessliche Vielzahl an Fetischen und Sexpraktiken zusammenfassen. Der Begriff BDSM, setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der englischen Bezeichnungen „Bondage & Discipline, Dominance & Submission und Sadism & Masochism“ zusammen. BDSM ist die allgemeine Umschreibung für eine vielfältige Gruppe sexueller Spielarten. Schmerzen müssen dabei überhaupt nicht vorkommen, auch wenn Sie bei manchen Menschen zusätzliche Lust auslösen können. Vielmehr stehen beim BDSM Machtspielchen im Mittelpunkt, also das Ausliefern eines Partners in die sexuelle Gewalt des Anderen. Dies funktioniert auch über das gezielte Steuern von Lust. Unter sich vertrauenden Sexualpartnern können leichte Fesselspiele mit verbundenen Augen ein sehr prickelnder Einstieg in die lustvolle Welt der BDSM-Spiele sein. Lassen Sie sich von Ihrem Partner einfach mal ans Bett fesseln und entdecken Sie wie es sich anfühlt wenn Sie Ihrem Partner vollkommen ausgeliefert sind. Verstärken Sie das erregende Gefühl indem Sie sich gleichzeitig die Augen verbinden lassen. Nicht zu sehen was als nächstes passiert bzw. wo die nächste Berührung stattfindet kann sehr reizvoll sein. Auf diese Weise werden sanfte oder auch härtere Berührungen an verschiedenen Körperstellen unglaublich intensiv erlebt und können vom aktiven Partner genau kontrolliert werden.

SM Set

Für spielerische Bestrafungen kann ein leichtes Auspeitschen sehr erregend sein. Leichte Schläge auf den Po, die Schenkel oder den Oberkörper, zum Beispiel mit eine weichen Lederpeitsche, können die Hormone ordentlich in Wallung bringen und die Lust des Ausgeliefertseins erheblich steigern. Auch eine versaute Sprechweise mit dominantem Tonfall löst bei devoten Sexualpartnern oft augenblicklich einen psychischen Lustgewinn aus. Andere Bestrafungen können aber beispielsweise auch orale Leckdienste oder eine zwanghafte Dauergeilhaltung, bei der Höhepunkt der Partners immer weiter hinausgezögert wird in dem man ihn immer nur bis kurz vor den Höhepunkt stimuliert und dann aufhört, sein. Eine besonders lustvolle Art seinen Partner zu „bestrafen“ und um das erlösende Ende „betteln“ zu lassen!

Wenn es in einer Beziehung kein Gefälle von dominant und devot zwischen beiden Partnern gibt, kann der aktive und passive Part natürlich auch abwechselnd ausgelebt werden. Auf diese Weise kommen Sie in den Genuss beide Seiten kennenzulernen und können Ihre Lust und Ihr Verlangen je nach Stimmung ausleben. Menschen die abwechselnd ihre Dominate- und Ihre Devote- ausleben Seite nennt man umgangssprachlich „Switcher“ (engl. to switch = wechseln).

Soft einsteigen in die harte Gangart

Das prickelnde an der Welt des BDSM ist die Möglichkeit, Grenzen der eigenen Lust immer neu zu testen und auch zu erweitern. Wenn BDSM-Fantasien bei Ihnen für Erregung sorgen, scheuen Sie sich nicht, damit zu experimentieren, neues zu entdecken und Ihre Lust auszuleben. Wichtig bei BDSM Spielen ist, dass Sie mit Ihrem Sexualpartner ein Stopp-Wort vereinbaren, sodass das Spiel sofort abgebrochen werden kann, wenn Ihnen einmal etwas nicht gefällt oder Sie etwas gar nicht mögen. Das Stopp-Wort sollte möglichst nicht „halt“ oder „stopp“ sein. Am Besten Sie wählen ein Stopp-Wort das mit BDSM so rein gar nichts zu tun hat damit es dem Spiel so zu sagen nicht im Weg steht! Vereinbaren Sie ein Wort das dem Spielpartner unmissverständlich sagt „sofort aufhören“! Hierzu eignet sich zum Beispiel „Blumentopf“, „Fahrrad“ oder so etwas ähnliches ganz gut. Ihrer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, nur unmissverständlich sollte es sein.
So jetzt steht einem entspannten Einstieg in diese Welt der prickelnden Erotik eigentlich nichts mehr im Wege. Sie müssen sich nur noch trauen die ersten Schritte in diese Richtung zu unternehmen.

Titelbild ©Wisky – Fotolia.com

SM Paar ©Photo_Ma – Fotolia.com

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